Besichtigung der Feuerwache Siegen

Am 6. Juni 2013 hatte der Seniorenkreis

die Möglichkeit, die „neue“ Feuer- und Rettungswache mit integrierter Leitstelle zu besichtigen. Es hatten sich ca. 20 Senioren eingefunden, die zunächst einmal von dem Stv. Wachabteilungsleiter Marco Siebel aufgeklärt wurden, dass es in Siegen keine Berufsfeuerwehr gibt – die Feuer- und Rettungswache ist Teil der Freiwilligen Feuerwehr, aus der sich die in diesem Wachdienst tätigen hauptamtlichen Kräfte rekrutieren. Brandschutz ist eine kommunale Aufgabe, fast alle Ortsteile Siegens und alle Gemeinden im Kreis Siegen unterhalten Löschzüge, die von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Brandfall besetzt werden. Da diese aber überwiegend berufstätig sind, dauert es immer eine Zeit, bis so ein Löschzug ausrücken kann. Da ist die hauptamtliche Feuerwehr, die aus drei Wachabteilungen besteht, die rund um die Uhr ihren Dienst versehen, wesentlich schneller einsatzbereit.
Aber die Besichtigung eines der modernen Einsatzfahrzeuge zeigte uns dann, dass sich die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr heute nicht mehr nur auf Brandschutz beschränken – eine Abteilung mit Leiterwagen war gerade unterwegs, um einen Kindergarten von einem Bienenschwarm zu befreien. Aber auch Wasser- und Höhenrettung gehören zu den Aufgaben – und ein ganz wesentlicher Einsatzbereich ist die Rettung von Menschen nach Autounfällen. Dazu stehen schwere Geräte, wie Spreizen und Scheren auf jedem Einsatzfahrzeug zur Verfügung.
Die angegliederte Leitstelle ist ein Aufgabenbereich des Kreises Siegen-Wittgenstein. Hier laufen alle Hilfeersuche über die Tel.-Nr. 112 auf und werden entsprechend delegiert und koordiniert.
Wir waren alle beeindruckt, welche Möglichkeiten der Hilfe und Rettung von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Siegen wahrgenommen werden können. Und für alle diese Aufgaben sind die Feuerwehrleute ausgebildet, werden ständig den aktuellen Erfordernissen entsprechend weitergeschult und stehen jederzeit zum Einsatz bereit.
Früher hatte die Freiwillige Feuerwehr den Wahlspruch: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“ – Nächstenhilfe hat für uns nach dieser Besichtigung eine neue Bedeutung gewonnen.