Seniorenkreis: „Open Doors“ in Nordkorea?

Viele konnten sich unter dem Namen „Open Doors“ nichts vorstellen: Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das sich seit über 50 Jahren in rund 50 Ländern für verfolgte Christen einsetzt. Hartmut Nitsch berichtete über die Lage der Christen in Nordkorea. Seit Jahren steht Nordkorea im Weltverfolgungsindex von Open Doors an erster Stelle. Nirgendwo sonst werden Christen so konsequent verfolgt, wie in Nordkorea. Wer als Christ erkannt wird, kommt mit allen seinen Familienangehörigen in ein Straflager (Sippenhaft). Sprechen, singen, lachen ist dort verboten, alle müssen in gebückter Haltung harte Arbeiten verrichten. Der Aufblick nach oben ist untersagt und damit der Aufblick zu Gott. Eine gesondert geschulte Geheimpolizei veranstaltet Scheingebetsveranstaltungen, um dadurch Christen herauszufiltern, die sich unvorsichtigerweise dazu haben einladen lassen. Vier Alibi-Kirchen dienen demselben Zweck. Touristengruppen werden zwar ins Land gelassen, sind aber unter ständiger Kontrolle eines Fremdenführers – und müssen sich vor der Statue Kim Il Sons, des „geliebten“ Staatsgründers, verneigen. (Zum Glück gibt es Wege, das zu vermeiden). Kontakt zu den Christen im Lande ist nicht möglich, und doch ist jeder Besuch für die Christen im Lande ein Signal: In der „freien Welt“ nimmt man Anteil an unserer Lage.
Open Doors = übersetzt: Offene Türen – ist das nicht ein Widerspruch bei den Verhältnissen, bei den verschlossenen Türen ? Offene Türen = Beter haben „offene Türen“ bis in die Straflager Nordkoreas. = Beter haben eine „offene Türe“ zum Ohr und Herzen Gottes, der durch seinen Geist etwas bewegt, auch dort, wo sich nichts mehr bewegt. Im Schreiben an die Gemeinde in Philadelphia sagt Jesus: „Siehe, ich habe dir eine Türe geöffnet, die niemand verschließen kann“. Für Nordkorea ist das das Gebet der glaubenden Gemeinde in der „freien Welt“.